Ursa Major – Große Bärin
2015 im Jahr der großen Flüchtlingskrise nach Europa wurde mir schlagartig bewußt, dass nichts mehr ist und sein wird wie vorher. Ich begann auch in meiner Kunst umzudenken. Ich wollte meiner Wut, Verzweiflung und Sorge um die Welt Ausdruck verleihen.
2018 enstand Ursa Major. Die Idee war, mich mit einer Bärin zu verbinden. Mit ihr Eins zu werden um mir ihre Kräfte und Eigenschaften zu inhalieren. Bärinnen sind Einzelgängerinnen, kümmern sich aber liebevoll und geduldig um ihre Jungen. Sie sind gutmütig und gemütlich, aber wenn Gefahr droht oder sie hungrig sind, werden sie mutig, schnell und zu Raubtieren.
Bärinnen habe ich immer schon mit großem Respekt bewundert.
Ich hatte Fotos von Bärinnen gesammelt und ihre Stellung selbst nachgestellt. Nackt musste ich mich zeigen, auch wenn mir das unangenehm war. Nackt deshalb, um meinen Verletzbarkeit zu zeigen, keine Kleidung hätte gepasst.
Die Arbeiten zeigen auf zwei Lagen Transparentpapier, in drei verschiedenen Stellungen, die Bärin und mich. Zusammengenäht und untrennbar mit einander verbunden.
Ich habe mich sehr gefreut, für diese Arbeit den ega Frauen*Kunst Award 2019 gewonnen zu haben.