Sib-Selfies

2015, im Jahr der großen Flüchtlingswelle Richtung Europa, wurde mir schlagartig bewusst, dass nichts mehr ist und sein wird wie davor. Die vielen Flüchtlinge die auch in Wien gestrandet waren, mussten untergebracht und versorgt werden. Drei Monate half ich in einem großen Haus, welches die Caritas mit einfachsten Mitteln zum Flüchtlingslager adaptiert hatte. Was ich dort an menschlichem Leid, aber auch an gegenseitigem Umverständnis erlebte, war erschütternd.
Was konnte und wollte ich noch mit meiner Kunst ausdrücken? Nach monatelanger Stagnation im Atelier begann ich mit einer Porträtreihe von mir. Ich wollte meinen Gefühlen wie Wut, Verzweiflung, Sorge und Mitgefühl um die Menschen dieser Welt Ausdruck verleihen.